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Kurz­mel­dun­gen aus al­ler Welt

Bra­si­li­en: Syn­gen­ta-Se­cu­ri­ty er­mor­det An­ti-Gen­tech-Ak­ti­vis­ten

Im Sep­tem­ber 07 be­setz­te die bra­si­lia­nische Land­lo­sen­be­we­gung Mo­vi­men­to dos Tra­bal­ha­do­res Ru­rais sem Ter­ra (MST) im bra­si­lia­ni­schen Bun­des­staat Pa­ranà ein Stück Land von Syn­gen­ta, weil sie be­fürchte­ten, dass ih­re ei­ge­ne Saat­gut­pro­duk­ti­on durch den gen­ma­ni­pu­lier­ten Pol­len verseucht wür­de. Die Wach­leu­te von Syngen­ta gin­gen äu­ßerst bru­tal ge­gen die Ak­tivis­ten vor, ver­letz­ten da­bei 5 der Ak­ti­vis­ten zum Teil schwer und er­mor­de­ten ge­zielt den 34 jäh­ri­gen Ak­ti­vis­ten Val­mir Mo­ta de Olivei­ra. Auch ein Wach­mann von Syn­gen­ta kam ums Le­ben. Wo­durch ging aus der Quel­le nicht her­vor.

Quel­le: Brot für al­le (Brief Syn­gen­ta)


Ak­ti­vis­ten pflü­ckten Eng­land gen­tech­nik­frei

Nach­dem vie­le öf­fent­lich­keits­wirk­sa­me lega­le Ak­tio­nen wie Spa­zier­gän­ge und Picknicks um das Feld statt­fanden be­frei­ten Ak­tivis­ten in der Nacht des 6. Ju­li 2007 Englands ein­zi­ges Gen­feld von sei­ner ge­fähr­lichen Saat. An­ge­baut wur­den Kar­tof­feln von BASF. Ein ähn­li­ches Feld war in Hull geplant, wel­ches aber durch mas­si­vem Wider­stand ver­hin­dert wur­de. So­mit gab es in Eng­land 2007 kein Feld, dass den Som­mer über­leb­te.


Feld­be­frei­ung in Por­tu­gal

Am 17. Au­gust zer­stör­ten 60 Ak­ti­vis­ten in ei­ner öf­fent­lich an­ge­kün­dig­ten Ak­ti­on ei­nen Hek­tar ei­nes 50 Hek­tar gro­ßen Gen-Maisfel­des in der Re­gi­on Al­gar­ve. Die Al­gar­ve ist zwar die ers­te Gen­tech­nik freie Re­gi­on Portu­gals ge­we­sen, 2007 wur­de aber hier trotz­dem das ers­te Mal Gen­tech­nik an­gebaut, da es kei­ne Rechts­mit­tel gibt, um den An­bau von GVO* in Gen­tech­nik­frei­en Regio­nen zu ver­hin­dern. Die 60 Feld­be­frei­er wur­den un­ter­stützt von ei­ner Pa­ra­de mit eben­falls 60 Men­schen, die Sam­ba spiel­ten oder Thea­ter­stü­cke ne­ben dem Feld auf­führ­ten und Pas­san­ten über die Akti­on auf­klär­ten. Die teil­weiße al­ko­ho­li­sier­ten Gen-Bau­ern at­ta­ckier­ten die Ak­ti­vis­ten und droh­ten ih­nen mit Schreck­pis­to­len. Die Ak­ti­vis­ten lie­ßen sich aber nicht pro­vo­zie­ren, und ernte­ten wei­ter bis die Po­li­zei kam.

Dann misch­ten sie sich ein­fach un­ter die Para­de und die Po­li­zei konn­te nicht mehr tun als für die Pa­ra­de den Ver­kehr zu re­geln. Die­se Ak­ti­on war wo­chen­lang groß in al­len Me­di­en. Lei­der wur­de nicht über die Proble­ma­tik der Gen­tech­nik dis­ku­tiert, son­dern da­rü­ber was mit sol­chen Öko-Ak­ti­vis­ten gesche­hen soll. Ein be­kann­ter Po­li­tik-Kom­menta­tor for­der­te, die Pres­se­spre­cher der Akti­on zu ver­haf­ten.

*Gentechnisch veränderte Organismen

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