Gentech immun

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Nö­tig: Im­mu­ni­tät ge­gen an­ti-eman­zi­pa­to­ri­sche Gen­tech-Kri­tik

Die Aus­wei­tung der Gen­tech­nik­kri­tik auf Fra­gen der Herrschaft und das of­fen­si­ve Formu­lie­ren ei­ner Zu­kunft, in der nicht die Zunah­me von Kon­trol­le, Macht und Reg­le­mentie­rung, son­dern de­ren Ver­schwin­den die mensch­li­che Pro­duk­tiv­kraft für ein bes­se­res Le­ben nutz­bar macht, hat noch ei­nen kleinen, aber in der po­li­ti­schen Pra­xis wert­vol­len Ne­ben­as­pekt. Es ent­steht ei­ne deut­li­che Abgren­zung ge­gen­über an­tie­man­zi­pa­to­ri­schen Blick­win­keln. So­lan­ge näm­lich nur Ge­sundheit und Um­welt­schutz die Kri­tik aus­ma­chen, kön­nen sich Rechts­ext­re­me, An­be­te­rIn­nen frem­der Mäch­te (von kos­mi­scher Ener­gie bis zu ir­gend­wel­chen Göt­tern, de­ren Wil­len zu be­fol­gen sei oder de­ren Wer­ke mit der Gentech­nik be­su­delt wür­den) oder Freun­dIn­nen ent­fes­sel­ter Re­gu­lie­rungs­wut durch im­mer neue Ge­set­ze und Ord­nungs­trup­pen (Kame­ras an al­len Fel­dern?) prob­lem­los ein­reihen. Die Un­ter­schie­de wür­den nicht auf­fallen. Sie wä­ren im Kern ja auch gar nicht vorhan­den. Wo aber ei­ne eman­zi­pa­to­ri­sche Ori­en­tie­rung sicht­bar wird, ent­spannt sich die La­ge. Wer sich um die Macht­fül­le von Staa­ten oder Göt­tern, die Rein­heit von Völkern oder die Un­ver­sehrt­heit von Hei­mat sorgt, steht dann im Wi­der­spruch da­zu. Stän­­di­ge Di­stan­zierun­gen wä­ren nicht mehr nö­tig, da der Un­ter­schied sicht­bar wär­e.

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