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Den Pro­zess ma­chen!

Was ist schlim­mer: Die Zer­stö­rung ei­nes Gen­tech­nik­fel­des (bzw. de­ren Be­hin­de­rung) oder die An­la­ge ei­nes sol­chen Fel­des? Ist der Wi­der­stand oder die Aus­saat rechtswid­rig? Wer das Gen­tech­nik­ge­setz mit der dor­ti­gen Ga­ran­tie der Ko­exis­tenz al­ler For­men von Land­wirt­schaft (ein­schl. Im­ke­rei) ei­ner­seits so­wie die an­ein­an­der­gereih­ten Skan­da­le um du­bio­se Ver­un­rei­ni­gun­gen an­de­rer­seits ver­folgt, wird ei­ni­ge Grün­de fin­den, wa­rum die Gen­tech­nik il­le­gal ist.

Doch wie kann das be­wie­sen wer­den? Beschwerden und Ein­ga­ben bei zu­stän­di­gen Be­hör­den sind ei­ne Mög­lich­keit - die an­de­re die ei­ner of­fen­si­ven Pro­zess­füh­rung nach direk­ten Ak­tio­nen ge­gen An­bau­flä­chen mit genma­ni­pu­lier­ten Pflan­zen. Ge­nau das ha­ben etli­che Ak­ti­vis­tIn­nen der ver­gan­ge­nen Jah­re auch be­reits ge­macht, sei es in den Pro­zes­sen nach Ak­tio­nen von „Gen­dreck weg!“ oder den Pro­zes­sen ge­gen die Ak­ti­vis­tIn­nen re­gio­na­ler Ak­tio­nen wie in Ober­boi­hin­gen oder Gie­ßen. So for­mu­lier­te ein An­ge­klag­ter im Plä­do­yer des Pro­zes­ses ge­gen Feld­be­freierIn­nen am 30.6.2006 in Rot­ten­burg: „Es liegt ein Notstand nach § 34 vor, ein über­ge­setz­li­cher Notstand. Denn: Das Ge­richt hat ja zu­ge­ge­ben, dass die in den Be­weis­an­trä­gen er­wähn­ten Sach­ver­hal­te wahr sind. Es geht da­mit also selbst da­von aus, dass ei­ne schlei­chen­de Verseu­chung der Land­wirt­schaft und der Öko­syste­me ge­ge­ben ist, al­so wahr ist. Daraus folgt, dass es wahr ist, dass Ko­exis­tenz nicht mög­lich ist. Und somit steht für das Ge­richt doch fest, dass die Ar­ten­viel­falt in Zu­kunft durch Gen­tech­nik ab­neh­men wird, dass Öko­sys­te­me in­sta­bi­ler wer­den, dass Bie­nen betrof­fen sind und ster­ben ...“

Noch hat es nur we­ni­ge Gerichts­pro­zes­se ge­ge­ben. Zu­­dem gibt es kaum ei­ne Tra­diti­on, zu­min­dest in Deutsch­land, Ge­richts­pro­zes­se of­fen­siv zu füh­ren. Da­bei bie­ten sie gro­ße Chan­cen: Sach­ver­stän­di­ge kön­nen ge­hört, Gut­ach­ten ein­ge­bracht werden. Die Chan­ce be­steht, dass in die­sen Prozes­sen end­lich die Gen­tech­nik für il­le­gal erklärt wird - und die Feld­be­freierIn­nen und -be­set­ze­rIn­nen mit ei­nem Frei­spruch ers­ter Klas­se den Saal ver­las­sen: Sie ha­ben ei­ne il­lega­le Aus­saat ver­hin­dert! Bis­lang ha­ben die Gerich­te die Fra­ge nicht ge­prüft, ob die at­tackier­ten Flä­chen le­gal wa­ren. Das durch­zu­setzen, ist an der Zeit!

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