Gentech formen
Aus Gentech
Protest dehnt sich aus!
Jetzt trifft es auch Firmen und Behörden
Am 21. November 2007 erhielt die Firma Monsanto an ihrem Sitz in Düsseldorf (Vogelsanger Weg 91) Besuch: Ein Wagen voller Mist wurde vor dem Haupteingang abgeladen. Damit schwappte der Protest gegen die AgroGentechnik im allgemeinen und die profitorientierten, riskanten Geschäftsstrategien des größten Gentechnikkonzerns der Welt bis vor die deutsche Konzernzentrale.
AktivistInnen der Kampagne „Gendreck weg!“ untermauerten mit der Aktion ihre Forderung, die selbst von Regierungsseite inzwischen als bedenklich eingestufte Ausbringung der manipulierten BT-Maissorte Mon810 zu unterlassen. Noch hatte ihr Protest aber keinen Erfolg - im Dezember wurde Mon810 wieder für den Anbau freigegeben. Sicherer ist er nicht geworden. Doch Profit steht im Vordergrund.
Monsanto war nicht die einzige Firma und an den Freisetzungen beteiligte Institution, die 2007 unfreiwillig Besuch erhielt. Massive Aktionen richteten sich gegen einige der Hauptstandorte agrogentechnischer Forschung. So musste das AgroBiotechnikum in Groß Lüsewitz (nahe Rostock) nicht nur zerstörte Felder, sondern auch etliche Attacken auf die Bürogebäude und Gewächshäuser hinnehmen. Mehrfach besuchten Aktionsgruppen Ministerien. Für 2008 ist eine Ausdehnung dieser Aktionen gegen die direkt Verantwortlichen zu erwarten. „Wir wollen den Protest auch in die warmen Hinterzimmer tragen, in denen mit der Gentechnik Profite oder politischer Kungel betrieben wird“, kündigten AktivistInnen für das neue Jahr an.

