Gentech alltag
Aus Gentech
Widerstand im Alltag
Gentechnikfrei Essen
Was nützt der ganze Protest, wenn das Geld für unser täglich Brot letztendlich doch wieder in die Taschen der Gentech-Konzerne gelangt? Deshalb gentechnikfrei einkaufen! Dass Bio erste Wahl ist, muss wohl nicht erwähnt werden. Bio ist nicht nur gentechnikfrei, sondern auch ohne Pestizide hergestellt. Monsanto, Bayer, BASF und Co. verdienen nämlich nicht nur mit der Gentechnik, sondern auch oder vielleicht vor allem mit dem Verkauf von Agrochemikalien.
Weiterhin besteht die Möglichkeit, gentechnikfreie konventionelle Produkte zu kaufen - Greenpeace gibt einen ständig aktualisierten Einkaufsratgeber für den gentechnikfreien Einkauf heraus (http://www.einkaufsnetz.org). Doch sollte man sich vergegenwärtigen, dass Gewinne aus dem Verkauf von Ackergiften auch in die Taschen der Gentechnik-Industrie fließen.
Adbusting
Diese geheimnisvolle Wort bedeutet das künstlerische Verändern von Werbe- und anderen Plakaten. Diese können durch Spruchblasen und eingefügte Textzeilen umfunktioniert werden zu Protestflächen gegen die Gentechnik. Das Bild zeigt ein Beispiel für viele. Solches Überkleben ist Sachbeschädigung - wo es gut gemacht ist, wird es aber kaum auffallen, dass nachträglich etwas hineinmontiert wurde. Weitere kreative Ideen für Aktionen im Alltag: http://www.direct-action.de.vu.
Protestieren
Wo immer über Gentechnik entschieden wird, kann auch Protest ansetzen. Zwei Beispiele: Dem Europäischen Patentamt in München wurde im Dezember 2007 ein globaler Aufruf gegen Patente auf Saatgut präsentiert. Unterschrieben hatten ihn 48 Bauernverbände aus aller Welt, darunter die größten Organisationen aus Argentinien, Indien, Italien, Schweden, der Schweiz und Spanien. Der globale Aufruf unter: http://www.no-patents-on-seeds.org.
Im Gießener Stadtparlament traten ZuschauerInnen mit passenden T-Shirts auf, als über eine Resolution zur gentechnikfreien Region abgestimmt werden sollte. Firmen, Behörden, Parlamente, Saatguthändler und viele mehr können angesprochen werden, aber dann, wenn sie Profit über alles stellen, auch Ziel von Protesten sein.
Bantam-Mais
Clever: Einfach ein eigenes kleines Maisfeld anlegen mit einer alten, gentechnikfreien Sorte - und dann anmelden, dass mensch selbst daraus Saatgut gewinnen will. Dann müssen Maisfelder mit gentechnisch verändertem Mais dazu einen Mindestabstand halten. Mehr: http://www.bantam-mais.de.

