Diskussion:Besetzung am Agrobiotechnikum in Groß Lüsewitz

Aus Gentech

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Die Meinungen über Gen-Technik gehen sicherlich auseinander.

Aber nach wie vor stellt sich doch die Frage, warum in einer Demokratie gewaltsam, unter dem Mantel der Menschenrechte, die Rechte Einzelner, sprich Anderer, verletzt werden. Wenn dann der Staat gegen diese Gewalt, wie immer sie auch geartet sei, vorgeht, wird lauthals von den so genannten Aktivisten gegen dagegen gewettert.

Schuld ist in deren Augen immer der profitorientierte Unternehmer, der vom Staat geschützt wird. Der Schutz ist aber für alle da. Die Aktivisten leben auch in diesem Staat und demzufolge sind auch sie meiner Ansicht nach in die Pflicht genommen, die Rechte Anderer zu achten. Diese Achtung erwarten sie ja wohl auch vom Staat.

Und hier frage ich mich nun, wie eine 11-jährige animiert werden kann, sich an vermeintlichen Straftaten zu beteiligen, die ja offensichtlich in der Nacht begannen? Welche Pflichten haben da wohl die Eltern (Aufsichts-, Fürsorge- und Erziehungspflicht) verletzt? Oder wurde hier das Wohl des Kindes (nachts waren teilweise Minusgrade, waren denn schon Schulferien?) vorsätzlich missachtet?

Nun, die Meinungen mögen differenziert sein, aber eine ED-Behandlung (hier offensichtlich entsprechend § 81 b StPO) unterliegt doch sicherlich rechtlichen Normen - wenn sich jemand in seinem Recht verletzt sieht, dann möge er doch diese Maßnahme gerichtlich prüfen lassen.

Aber dass die Abholung des eigenen Kindes (wo war denn der Vater beim Aufgreifen durch die Polizei?) „statt dessen“ mit einer ED-Behandlung einhergeht, klingt doch wohl eher unwahrscheinlich. Mir ist bisher keine Person bekannt, die nur weil sie „Vater“ ist, ED-behandelt wurde.

Schade eigentlich, dass die Meinungsbildung auf derartige Weise erfolgt und die Aktivisten offenbar nur Krawall, „Besetzung“ und ihre „richtige“ Sichtweise als legitimes Argument gegen die Gen-Technik zulassen.

Eine, logische, nachprüfbare und verständliche Information für alle „Unwissenden“ über das Für und Wider vermisse ich. Von den Aktivistis höre ich immer nur ein „Wider“.

Das erinnert mich an den armen Pinguin von Ulli Stein, der einsam mit seinem Plakat steht – auf diesem steht „Dagegen“.

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